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Monobob World Series: Kaillie Humphries gelingt in Altenberg erster Saisonsieg

Monobob-Weltmeisterin Kaillie Humphries aus den USA hat in der Frauen-Monobob Weltserie ihren ersten Sieg in der Olympiasaison 2021/2022 gefeiert. Beim BMW IBSF Bob + Skeleton Weltcup presented by SachsenEnergie in Altenberg (GER) verwies sie Cynthia Appiah aus Kanada (0,06 Sekunden zurück) knapp auf Rang zwei. Nach dem ersten Rennlauf hatte die Kanadierin noch in Führung gelegen und feierte ihren ersten Podestplatz in der Weltserie.

Beide Athletinnen haben eine gemeinsame Geschichte im Bobsport: Appiah war Anschieberin für Humphries, als diese noch für Kanada startete. Fast auf den Tag genau vor fünf Jahren, am 3. Dezember 2016, holten sie im Frauen-Zweierbob den Weltcupsieg in Whistler (CAN).

Auf Rang drei kam die WM-Dritte und derzeit beste deutsche Pilotin Laura Nolte (GER). Bei ihren bislang fünf Monobob-Starts im Rahmen des BMW IBSF Weltcups kam die 23-Jährige damit immer aufs Podium. “In der ersten Fahrt hatte ich oben ein paar Probleme und unten war es perfekt, und im zweiten Lauf war es genau anders herum. Hier in Altenberg ist es einfach total wichtig, den Speed von oben mitzunehmen, und ich wusste, dass ich schnell starten kann. Ich bin total zufrieden, und ich weiß, dass es in die richtige Richtung geht. Es sind noch lange nicht alle Reserven ausgeschöpft”, sagte Nolte im Zielinterview.

Zweitbeste Deutsche wurde Kim Kalicki auf Rang zwölf. Die 24-Jährige lag nach dem ersten Lauf auf Rang sechs, sorgte allerdings in Durchgang zwei für einen Riesen-Schreckmoment: Der Bob kippte um, Kalicki zog sofort den Kopf in den Schlitten hinein. Nach ein paar Sekunden richtete sich der Bob allerdings in einer Kurve wieder auf, bevor er kurz danach fast erneut zu kippen drohte. Eine sichtlich angeschlagene Kim Kalicki kam ins Ziel, gesundheitlich ist gottseidank alles in Ordnung.

Einen Rang dahinter reihte sich Mariama Jamanka auf Platz 13 ein. Die Olympiasiegerin kam nicht ohne gröbere Fahrfehler durch den schwierigen SachsenEnergie Eiskanal und musste sich mit einer hinteren Platzierung zufrieden geben: “Der zweite Lauf war eine absolute Katastrophe. Ich weiß, dass ich es besser kann und muss schauen, wie ich es übernächste Woche besser lösen kann.”

Elana Meyers Taylor aus den USA, die mit zwei Siegen in der Monobob-Weltserie in die Saison gestartet war, wurde in Altenberg Sechste. Damit verteidigte sie ihre Gesamt-Führung mit 626 Punkten knapp vor Teamkollegin Kaillie Humphries (USA, 611). Einen Zähler dahinter folgt Laura Nolte (GER, 610) auf Rang drei.

Bei den Olympischen Winterspielen 2022 in Peking ist die Disziplin Frauen-Monobob erstmals olympisch. Die Weltserie wird im Winter 2021/2022 in allen IBSF-Rennserien ausgetragen.

Abschließend noch das Fazit des deutschen Cheftrainers René Spies zum ersten Wettkampftag in Altenberg: “Kim geht es gut, sie hat sich ein wenig das Knie angeschlagen, aber sonst sind es eher mentale Blessuren. Das war aber weder von ihr noch von Mariama ein guter Tag heute, da haben wir uns mehr erwartet. Laura war zum dritten Mal hintereinander sehr gut, aber Kaillie war auf ihrer ‘Heimbahn’ einfach nicht zu schlagen.”

Text: IBSF, BSD / Fotos: Viesturs Lacis


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