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FIL Junioren WM 2026 presented by E.INFRA: Internationaler Rodel-Nachwuchs lieferte am SachsenEnergie-Eiskanal spannende Rennen / Juniorenweltmeister kommen aus Deutschland, Österreich und Lettland / Sächsische Starter vorn dabei

Der SachsenEnergie-Eiskanal Altenberg war in dieser Woche Gastgeber für die FIL Junioren Weltmeisterschaften Rodeln 2026 – und der internationale Rodel-Nachwuchs lieferte gestern und heute auf der anspruchsvollen Rennschlitten- und Bobbahn im Osterzgebirge außerordentlich spannende Rennen um die begehrten Titel. Erfolgreichste Nation war Deutschland mit insgesamt sechs Medaillen (2x Gold, 2x Silber, 1x Bronze).

Die knappste Entscheidung fiel am gestrigen Samstag im Rennen der Junioren-Doppelsitzer. Mit nur einer Tausendstelsekunde Vorsprung – dem kleinstmöglichen Abstand, der im Rodelsport gemessen werden kann – hatte das Thüringer Doppel Louis Grünbeck (RRV Sonneberg Schalkau) und Maximilian Kührt (RRC Zella-Mehlis) die Nase vorn. Vize-Juniorenweltmeister 2026 ist das slowakische Doppel Christian Bosmann und Bruno Mick. Mit knapp zwei Hundertstelsekunden hinter den Siegern fuhren die jungen Italiener Philipp Brunner und Manuel Weissensteiner am SachsenEnergie-Eiskanal Altenberg zu JWM-Bronze. Lokalmatador Jannes Degenhardt (RRC Altenberg) fuhr bei seinem JWM-Debüt auf einen starken vierten Platz.

Eine Hundertstelentscheidung war das Einsitzer-Rennen der Damen. Margita Sirsnina konnte ihren Erfolg aus dem Vorjahr wiederholen und wurde zum zweiten Mal in Folge Juniorenweltmeisterin. Nach dem ersten Durchgang lag die Lettin noch auf Rang drei, zauberte dann aber einen nahezu perfekten Lauf in die Bahn und konnte die vor ihr liegenden deutschen Rodlerinnen schließlich hinter sich lassen. Damit platzte der Titeltraum der jungen deutschen Weltcup-Starterin Anka Jänicke (WSV Königssee), die nur 13 Hundertstelsekunden Rückstand hatte und im Ziel trotz ihrer JWM-Silbermedaille sichtbar enttäuscht war. Nach zwischenzeitlicher Führung reichte es für die Thüringerin Antonia Pietschmann (RC Ilmenau) mit knapp sieben Hundertstelsekunden Rückstand auf die Siegerin am Ende noch zur JWM-Bronzemedaille.

Weit weniger eng ging es bei den Herren im Einsitzer zu. Der 20-jährige Marco Leger (RRC Schliersee) sicherte sich nach dem Gold 2024 in Lillehammer und Silber 2025 in St. Moritz nun in Altenberg mehr als überzeugend seinen zweiten JWM-Titel – mit einem Vorsprung von mehr als vier Zehntelsekunden auf den Zweitplatzierten Fabio Zauser. Der 20-jährige Österreicher hatte überhaupt nicht mit einer Medaille gerechnet und freute sich deshalb umso mehr darüber, dass er am SachsenEnergie-Eiskanal zu Silber gerodelt ist. JWM-Bronze sicherte sich der Italiener Leon Haselrieder (+0.587 sec), der nach dem ersten Lauf knapp auf Zwischenrang vier lag.

Mit mehr als dreieinhalb Zehntelsekunden Vorsprung konnten sich die Doppelsitzerinnen Lina Riedl und Anna Lerch als neue Juniorenweltmeisterinnen feiern lassen. Erwartet hatten die beiden Österreicherinnen den Titelgewinn selbst nicht, doch sie kamen auf ihrer „Wohlfühlbahn“ in beiden Durchgängen mit Laufbestzeit ins Ziel und träumen nun von einem Weltcup-Startplatz.

Große Freude herrschte nach dem Rennen der Doppelsitzerinnen auch bei den neuen Vize-Juniorenweltmeisterinnen Luise Röder und Maria Schneider (beide ESV Lok Chemnitz). Mit gerade einmal 15 bzw. 16 Jahren waren die Sächsinnen die jüngsten Starterinnen im Feld und nach dem Rennen überglücklich, bei ihrem JWM-Debüt auf ihrer Heimbahn gleich die Silbermedaille einzufahren. Über JWM-Bronze freuten sich die Italienerinnen Alexandra Oberstolz und Katharina Sofie Kofler, die nach zwei Läufen etwas mehr als eine halbe Sekunde Rückstand auf die Siegerinnen hatten.

Das abschließende Team-Rennen konnten die deutschen Junioren für sich entscheiden. Marco Leger und Anka Jänicke legten die Basis für die Doppelsitzer Louis Grünbeck und Maximilian Kührt, die einen deutlichen Vorsprung von knapp vier Zehntelsekunden ins Ziel brachten. JWM-Silber sicherte sich das Team aus Italien mit Leon Haselrieder, Alexandra Oberstolz und dem Doppel Philipp Brunner / Manuel Weissensteiner. Bronze ging an das lettische Team mit Janis Gruzdulis, Margita Sirsnina und den Doppelsitzern Edvards Markitans / Roberts Lazdans.

Mit dem Ende der FIL Junioren Weltmeisterschaften 2026 presented by E.INFRA ist das internationale Wettkampfgeschehen am SachsenEnergie-Eiskanal in dieser Saison noch nicht zu Ende. Nach den Olympischen Winterspielen steigt in Altenberg das Finale des EBERSPÄCHER Rodel Weltcups (02.-08.03.2026), direkt gefolgt von den IBSF Junioren Weltmeisterschaften Skeleton presented by PKE (09.-13.03.2026). Tickets gibt es online im Vorverkauf.


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