AKTUELLES

IBSF Skeleton Weltcup: Wyatt gewinnt Finale – Weston, Grotheer und Jungk in Altenberg zeitgleich auf Platz zwei

Es war ein historisches Skeleton-Rennen, das einem Krimi glich, und am Ende einen Sieger und gleich drei Zweitplatzierte hatte. Das spannende Weltcup-Finale gewann der Marcus Wyatt – mit Fabel-Bahnrekord im ersten Lauf. Fast eine halbe Sekunde schneller als die bisherige Bestzeit war der Brite gleich als erster Starter.

Allesamt 18 Hundertstelsekunden hinter dem Sieger ins Ziel kamen die drei zeitgleichen Axel Jungk, Christopher Grotheer und der Weltcup-Führende Matt Weston. Dreimal zeitgleich hat es in der Geschichte des Skeletonsports bisher nur einmal gegeben: In Innsbruck gab es damals drei Sieger, heute in Altenberg erstmals drei Silbermedaillengewinner (26.11.2021).

Einen neuen Startrekord am SachsenEnergie-Eiskanal gab es auch noch: Den hält mit nun 4,79 Sekunden der Chinese Lin Qinwei, der den bis dahin geltenden Startrekord beim Weltcup-Finale um vier Hundertstelsekunden verbesserte.

Den Gesamtsieg im IBSF Weltcup 2025/2026 holte sich Matt Weston nach sieben Rennen mit fünf Siegen. Yin Zheng aus China, Siebter in Altenberg, beendete die Saison auf Rang zwei. Der Brite Marcus Wyatt schob sich mit seinem zweiten Saisonsieg beim Finale in Altenberg noch auf den dritten Platz der Gesamtwertung vor. Lokalmatador Axel Jungk wurde als Vierter bester Deutscher im Gesamt-Weltcup 2025/2026.

Die Stimmen

Axel Jungk: „Ich hab mich selten über einen 2. Platz so geärgert wie heute. Es wäre heute so viel mehr drin gewesen, also der Sieg. Das wird auch die Trainer ärgern. Ich bin im Training einfach besser gefahren und weiß nicht, was heute los war. Es war auf jeden Fall nicht die Leistung, die ich hätte abrufen können. Freilich ist es schön, mit dieser Vorstellung Zweiter zu werden, das nehme ich mit. Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht und sind näher dran, an den Briten – das ist cool. Es tut mir aber im Herzen weh, jetzt hinter dem Wyatt zu landen, damit hätte ich hier nicht unbedingt gerechnet. Es war das große Ziel, ihn heute zu schlagen. Damit holte ich halt auch im Gesamtstand nicht auf und blieb jetzt auf Platz 4. Das ist natürlich sehr ärgerlich. Die Saison insgesamt war aber ein richtiger Schritt für mich, es hat endlich wieder wirklich Spaß gemacht, weil ich für die harte Arbeit im Sommer belohnt wurde. Jetzt freu ich mich auf Olympia.“

Christopher Grotheer: „Eine super Platzierung mit schon noch Luft nach oben. Der Start ärgert mich ein bisschen. Da habe ich mich besser gefühlt als das, was die Zeiten dann gebracht haben. Technisch war es auch einfach zu unsauber, das muss ich mir einfach auf die eigene Fahne schreiben. Im Training habe ich zu sehr gebummelt, am Start, und dann ist halt die Qualität nicht ganz so da. Mit fehlt da halt einfach die Konstanz, weil ich zu Beginn der Saison nicht die Weltcup-Starts auf ganz hohem Niveau hatte – diese Anspannung war für mich sehr schwierig, der Kopf war da einfach nicht frei. Da werde ich jetzt in den vier Wochen bis zum Olympiastart noch dran arbeiten, damit das in Cortina definitiv besser aussieht. In meinen Beinen steckt sehr viel mehr. Fahrerisch war es heute gut. Die Bahn war so sauschnell, da wird halt jeder kleine Fehler sofort bestraft, da sind mir einfach zu viele passiert. Die Formkurve zeigt aber ganz deutlich nach oben, das nehme ich mit.“

Text: IBSF (RWH), BSD (hb), WiA (US) // Fotos: © IBSF · Viesturs Lacis


Impressionen


PARTNER