Gelungene Olympia-Generalprobe für die Olympiasiegerinnen: Laura Nolte und Deborah Levi, die bei den Winterspielen 2022 in Peking Gold im Frauen-Zweierbob geholt hatten, haben am SachsenEnergie-Eiskanal das Finale zum IBSF Weltcup 2025/2026 gewonnen. Wenige Wochen vor den Olympischen Winterspielen Mailand Cortina 2026 verbesserten Nolte/Levi dabei ihren eigenen Bahnrekord in Altenberg auf nun 55,96 Sekunden (-0,03 sec), sowie auch den acht Jahre alten Startrekord von Elana Meyers Taylor/Briauna Jones (USA) von 2018 auf nun 5,50 Sekunden (-0,04 sec).
Auf Rang zwei in Altenberg: Die Olympiasiegerin von 2010 und 2014, Kaillie Armbruster Humphries (USA, 0,90 Sekunden zurück), beendete das Weltcupfinale mit Anschieberin Jasmine Jones auf Platz zwei. Kim Kalicki/Lauryn Siebert (GER, 1,09 Sekunden zurück) wurde beim letzten IBSF Weltcup im Frauen-Zweierbob vor den Olympischen Winterspielen Dritte.
Die Top sechs in Altenberg komplettierten die Gesamtsiegerin von 2021 Katrin Beierl (AUT) mit Nicola Pichler vor Cynthia Appiah/Skylar Sieben (CAN) und der Weltmeisterin von 2024 Lisa Buckwitz mit Kira Lipperheide. Für Cynthia Appiah war Rang fünf das beste Resultat der Olympiasaison 2025/2026.
Der Weltcup-Gesamtsieg im Frauen-Zweierbob ging wie bereits tags zuvor im Monobob an Laura Nolte, die damit auch die Kombinationswertung gewinnt. Die viermalige Zweierbob-Weltmeisterin Kaillie Armbruster Humphries belegte im IBSF Gesamt-Weltcup 2025/2026 Rang zwei vor Kim Kalicki.
Die Stimmen nach dem Rennen
Laura Nolte: „Wir sind mega-happy, das waren zwei perfekte Läufe und zwei super Startzeiten. Im ersten Lauf hatten wir schon Startbestzeit, da war aber viel Wind und wir wussten, wir können noch mehr. Aber dass es gleich eine 50 wird, damit hätte ich auch nicht gerechnet. So können wir mega-happy nach Hause fahren. Das war eine perfekte Saison bisher, ich bekomme in allen drei Disziplinen die Kugel. Da geht auch ein Riesendank an alle Anschieberinnen raus, vor allem an meine Mädels, aber auch an alle. Vor allem die Monobob-Tage sind für sie extrem anstrengend und die könnte ich alleine gar nicht schaffen. Daher bin ich da immer auf Unterstützung angewiesen, und dafür bin ich einfach sehr dankbar.“
Deborah Levi: „Wir haben den Startrekord schon lange anvisiert, aber dass es heute eine 50 wird – wir haben uns so gut getroffen, es hat alles gepasst, wir sind weit gelaufen und sind einfach happy.“
Kim Kalicki: „Ich denke, wir können grundlegend sehr zufrieden sein. Wir sind zweimal gut Bob gefahren, zweimal gut gestartet, vor allem der zweite war sehr gut. Da haben wir uns auch getroffen, das war im ersten etwas schwierig mit den zwei Stürzen vor uns und der Konzentration. Ich denke, wir haben jetzt gezeigt, dass wenn wir alle hintereinander starten und uns gut konzentrieren, wir auch vorne mitfahren können. Die Saison an sich war tatsächlich die herausforderndste, die ich bisher hatte, sowohl gesundheitlich als auch mental. Das war teilweise sehr schwer, aber wir haben was Gutes daraus gemacht, sind trotzdem noch Dritte im Gesamtweltcup, und damit können wir sehr zufrieden sein.“
Cheftrainer René Spies: „Das war der letzte Weltcup auf einer sehr schnellen und anspruchsvollen Bahn. Ich bin erst einmal froh, dass alle Mädels gesund und ohne Sturz im Ziel angekommen sind. Bei Lisa und Kira ging es heute darum, zwei ordentliche Läufe runterzubekommen. Das ist beiden gelungen, und es geht gesund in die Vorbereitung für Olympia. Kim und Lauryn mit einem sehr guten zweiten Lauf, Kim endlich wieder in absoluter Top-Form. Das sollte ihr sehr viel Sicherheit für Olympia geben, das war ein Top-Lauf zur richtigen Zeit. Und überragend heute Laura und Debbie, mit Start- und Bahnrekord und zwei tollen Läufen. Das habe ich von einem Damenteam hier so noch nie gesehen, das war herausragend. Sie sind die verdienten Siegerinnen, und alle können gesund in die Vorbereitung gehen.“
Text: IBSF (RWH), BSD // Photos: © IBSF · Viesturs Lacis
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