Der SachsenEnergie-Eiskanal ist ihre Lieblingsbahn: US-Bobpilotin Kaillie Armbruster Humphries, Monobob-Olympiasiegerin von 2022, hat beim Finale zum IBSF Weltcup 2025/2026 ihren ersten Sieg im kleinen Frauenschlitten seit drei Jahren gefeiert. In der Disziplin, die bei den Winterspielen Mailand Cortina 2026 zum zweiten Mal olympisch ist, fuhr die US-Pilotin in Altenberg (GER) in beiden Rennläufen Bestzeit und verwies Bree Walker aus Australien (0,13 Sekunden zurück) auf den zweiten Platz. Walker feierte damit den fünften Podestplatz im siebten Saisonrennen – dreimal stand die Australierin diesen Winter ganz oben auf dem Podest.
Bronze sicherte sich die Winterbergerin Laura Nolte, Monobob-Weltmeisterin von 2023 und 2024 (GER, 0,19 Sekunden zurück). Damit sicherte sich die 27-Jährige erstmals den Monobob-Gesamtsieg im IBSF Weltcup. Gesamt-Zweite wurde wie bereits 2024 und 2025 Bree Walker aus Australien. Lisa Buckwitz verteidigte Gesamtrang drei vor Altenberg-Siegerin Kaillie Armbruster Humphries, die gut 30 Punkte dahinter Vierte wurde.
Die Stimmen nach dem Rennen
Laura Nolte: „Der Gesamt-Weltcup-Sieg war heute das erklärte Ziel, ich wusste, es durften nur zwei Plätze Differenz zu Bree sein. Heute hat es leider nicht für weiter vorn gereicht, obwohl die Fahrten eigentlich recht gut waren. Im ersten Lauf hatte ich einen kleinen Fehler, im zweiten keinen. Da hatte ich mir dann mehr erwartet, aber dann doch froh, noch auf dem Podest gelandet zu sein. Über den Gesamt-Weltcup-Sieg bin ich super happy. Zum ersten Mal im Monobob, das zeigt, dass ich da deutlich konstanter geworden bin, vor allem auch am Start – das macht es am Ende halt dann auch aus. Fahrerisch wurde es auch stabiler. Im Blick auf die starke Konkurrenz müssen wir halt noch schauen, wie wir da noch vorbeikommen können.“
Lisa Buckwitz: „Es waren zwei sehr gute Läufe, damit kann ich gut aufhören und beruhig nach Cortina fahren. Tatsächlich habe ich hier nochmal Gerät getestet, weil das im Training immer schwierig ist – das geht nur im Rennen. Das wird dann aber wahrscheinlich beiseite gestellt, weil es schon ein Zeichen ist, wenn ich damit zwei km/h langsamer bin. Es lag also am Gerät, nicht an den Kufen oder an den Fahrten. Aber man muss das halt auch mal ausprobieren. Die Saison im Mono war insgesamt durchwachsen. Anfangs war’s sehr schwierig für mich, Winterberg war dann gut, St. Moritz war ärgerlich. Trotzdem waren es jetzt nochmal drei gute Rennen, das gibt mir natürlich auch ein Stückweit Vertrauen. Ich bin nicht so weit weg, von den Spitzenleuten.“
Text: IBSF (RWH), BSD // Photos: © IBSF · Viesturs Lacis
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