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„Wir kommen immer gern nach Altenberg“ – Top-Rennrodler aus Sachsen und Thüringen gehen zuversichtlich in den Weltcup

Nur wenige Tage nach den Weltmeisterschaften in Winterberg misst sich die Rennrodel-Weltelite an diesem Wochenende im ENSO-Eiskanal von Altenberg. Bei der drittletzten Weltcup-Station der Saison geht es noch einmal um wertvolle Punkte für die Gesamtwertung. Insgesamt 114 Athleten aus 21 Nationen gehen ab Freitag auf der anspruchsvollen Bahn im Osterzgebirge an den Start, seit dem heutigen Mittwoch läuft das Training. Bevor es für die deutschen Rennrodler am frühen Nachmittag zum ersten Bahntraining ging, stellten sich die Athlet*innen aus Sachsen und Thüringen den Fragen der Journalisten.

Die noch amtierende Juniorenweltmeisterin Jessica Tiebel  (RRC Altenberg) wird am Freitag im Nationencup an den Start gehen und würde ihren Sieg aus der Vorsaison gern wiederholen. Doch die Vorzeichen sind inzwischen andere. „Der Wechsel zu den „Großen“ ist mir nicht leicht gefallen und es wird noch eine Weile brauchen, bis ich richtig angekommen bin. Aber das ist normal, denke ich“, setzt sich Jessica Tiebel nicht unter Druck. Siege konnte sie in dieser Saison, in der sie ausschließlich im Nationencup an den Start geht, noch nicht für sich verbuchen. „Mir hat bisher die Sicherheit und auch die Gelassenheit gefehlt“, sagte sie selbstkritisch. Dennoch hofft sie am Freitag auf ein Erfolgserlebnis auf ihrer Heimbahn: „Ich würde mich über einen Podestplatz sehr freuen.“

Julia Taubitz (WSC Erzgebirge Oberwiesenthal) hat den Weltcup-Zirkus in der laufenden Saison ordentlich aufgemischt. Mit zwei Weltcupsiegen auf dem Konto und zwei druckfrischen WM-Silbermedaillen in der Tasche sowie als frischgebackene U23-Weltmeisterin und Gesamtweltcup-Zweite freut sie sich auf die Rennen in ihrer sächsischen Heimat, ist aber auch zurückhaltend. „Wir sind lange nicht in Altenberg gefahren und ich muss erst einmal schauen, wie ich hier mit meinem neuen Schlitten zurechtkomme. Im Beisein von Familie und Freunden eine Medaille auf der Bahn zu gewinnen, auf der ich das Rodeln gelernt habe, das wäre schon toll“, sagte Julia Taubitz mit Blick auf das Rennen der Damen am Sonntag.

Während die eine gerade erst so richtig durchstartet, ist die andere nach 21 Jahren Leistungssport auf Abschiedstour: Tatjana Hüfner (RC Blankenburg) fährt ihre letzte Saison als aktive Rennrodlerin und wird am Wochenende zum letzten Mal im Eiskanal von Altenberg an den Start gehen. Wehmut? „Nein. Im Moment dominiert die Frage, wie die Bahn steht, wie ich zurechtkomme. Der Fokus liegt nicht auf dem Abschied, sondern immer noch auf jedem Wettkampf, auf jedem Lauf. Ich bin nach wie vor ehrgeizig und enttäuscht über den bisherigen Saisonverlauf, gerade über mein Abschneiden bei der WM. Bei meinen letzten Weltcups will ich auf jeden Fall nochmal mein Bestes geben“, sagte Tatjana Hüfner.

Chris Eißler (ESV Lok Zwickau) zählt zu den Top Ten der weltbesten Herren-Einsitzer – Platz sieben im WM-Sprint und Rang fünf im WM-Einzelrennen der Männer hat er im Gepäck. Am Samstag will er noch einmal „sehr gute Ergebnisse“ abliefern. „Ich freue mich immer, in Altenberg zu fahren. Ich fühle mich hier zu Hause. Und die Bahn liegt mir“, geht Eißler zuversichtlich in das Herren-Rennen.

Das gilt auch für die Doppelsitzer Toni Eggert (BRC Ilsenburg) und Sascha Benecken (RT Suhl). Als frischgebackene Doppel-Weltmeister und Weltcup-Führende mit 149 Punkten Vorsprung vor Tobias Wendl/Tobias Arlt gehen sie ebenfalls am Samstag an den Start. „Möglichst perfekte Läufe fahren, uns optimal vorbereiten und auf Sieg fahren“ – das sei die Maxime, so Toni Eggert. Mit der Altenberger Bahn verbinden ihn und seinen Partner Sascha Benecken viele schöne Erinnerungen und Erfolge. „Wir kommen immer gern nach Altenberg und fühlen uns sehr wohl. Nach Tonis Verletzung vor der Saison haben wir hier unsere ersten Fahrten gemacht, um uns an den Schlitten heranzutesten“, sagte Sascha Benecken. Und sollte er mit Doppelsitzer-Partner Toni Eggert am Samstag den Sieg einfahren, hat Sascha Benecken versprochen, zum Mikrofon zu greifen und die deutsche Nationalhymne zu singen – am liebsten im Chor mit vielen Fans am ENSO-Eiskanal. (us)


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