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JWM Rodeln: Jessica Tiebel und Max Langenhan holen Gold

Die deutschen Farben dominierten heute am ersten Tag der 33. FIL Junioren Weltmeisterschaften, die in Altenberg ausgetragen werden. Zunächst feierten die deutschen Herren beim Sieg von Max Langenhan einen Vierfach-Erfolg, am Nachmittag verteidigte Lokalmatadorin Jessica Tiebel ihren Titel souverän.

Seiner Favoritenrolle absolut gerecht geworden ist Max Langenhan bei den 33. FIL Junioren-Weltmeisterschaften (JWM) in Altenberg. Am Mittag fuhr der 18-Jährige vom BRC 05 Friedrichroda mit einem Vorsprung von 0.585 Sekunden souverän zu seinem ersten Junioren-Weltmeistertitel. Den deutschen Vierfach-Erfolg komplettierten Langenhans Mannschaftskollegen David Nößler (RSV Schmalkalden) mit Silber, Paul-Lukas Heider (RC Ilmenau) auf dem Bronzerang und Moritz Bollmann (RRV Sonneberg/Schalkau) als Vierter.

Nach JWM-Bronze 2017 in Sigulda und sechs von sechs möglichen Weltcup-Siegen bei den Junioren in diesem Winter krönte Max Langenhan seine bislang erfolgreichste Saison nun mit JWM-Gold. „Überragend, Wahnsinn!“, sagte der Thüringer nach seinem Sieg und schickte gleich ein dickes Lob an Eismeister Ralf Mende und sein Team: „Die Bahn steht super, das war ein großartiges Rennen, auch für uns vier Jungs aus Deutschland. Mehr kann man nicht erreichen.“  Als Kampfansage in Richtung der deutschen Weltcup-Mannschaft möchte Max Langenhan den Sieg aber nicht verstehen. „Ich denke von Saison zu Saison. Nächstes Jahr bleibe ich noch bei den Junioren und dann könnte man vielleicht mal drüber reden, bei den Großen mitzufahren“, sagte er.
Ihre Nerven im Griff hatte auch die alte und neue Junioren-Weltmeisterin Jessica Tiebel. Auf ihrer Heimbahn glückte die Mission Titelverteidigung, die so viele von der 19-Jährigen vom RRC Altenberg erwartet hatten. Immerhin war es ihr fünfter, aber zugleich auch ihr letzter Start bei einer Junioren-Weltmeisterschaft. Und so musste sie „nur“ mit dem Erwartungsdruck klar kommen, was ihr bravourös  gelang. Auch als sie vom Schlitten stieg, wirkte sie alles andere als euphorisch – eher entspannt. „Ich freue mich eher nach innen“, sagte Tiebel denn auch nicht minder glücklich über ihren dritten Weltmeistertitel nach 2015 und 2017.

Silber bei den Juniorinnen ging an Tatiana Tcvetova aus Russland. Sie hatte bereits nach dem ersten Lauf auf Medaillenkurs gelegen und kam schließlich mit einem Rückstand von 0.422 Sekunden auf Tiebel auf Platz zwei.

Groß und emotional war der Jubel bei der Überraschungsdritten Jessica Degenhardt und ihrer Familie. Die erst 15-Jährige, die ebenfalls für den RRC Altenberg startet, fuhr gleich bei ihrer ersten JWM zu Bronze – mit nur 0.012 Sekunden Rückstand auf die vor ihr liegende Russin. „Überglücklich“ war sie im Ziel, strahlte mit ihrem Heimtrainer Uwe Günther um die Wette, hatte sie doch nach dem ersten Lauf noch auf Rang fünf gelegen. „Ich kann das noch gar nicht so richtig begreifen, muss das erstmal verarbeiten“, sagte die Dresdnerin, die 2010 in Altenberg mit dem Rodeln begann.

Am morgigen Samstag fahren ab 10 Uhr die Junioren-Doppelsitzer um WM-Gold, bevor es zum Abschluss der JWM ab 12.30 Uhr noch den Team-Wettbewerb gibt. Dieser wird zugleich das letzte Rennen für Jessica Tiebel bei den Junioren sein, nächste Saison will sie sich für einen Startplatz „bei den Großen“ im Weltcup qualifizieren.

(us / Fotos: Sandro Halank)


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