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JWM Rodeln: Gold für Nagler/Malleier und das deutsche Team

Ivan Nagler und Fabian Malleier aus Italien sind kurz vor ihren ersten Olympischen Winterspielen Junioren-Weltmeister im Rennrodeln geworden. Die Doppelsitzer, die in dieser Saison auch im Weltcup debütierten, fuhren bei den 33. FIL Junioren Weltmeisterschaften (JWM) in Altenberg mit einem Vorsprung von 0.215 Sekunden souverän zu WM-Gold bei den Junioren.

Rang zwei und damit die Silbermedaille sicherten sich dahinter die Junioren-Weltmeister von 2017, Hannes Orlamünder und Paul Gubitz aus Thüringen. Bronze ging an das russische Doppel mit Vsevolod Kashkin und Konstantin Korshunov, die in dieser Saison den Junioren-Gesamtweltcup gewonnen hatten.

„Wir haben Silber gewonnen“, zeigte sich Hannes Orlamünder trotz verpasster Titelverteidigung nach dem Rennen zufrieden, „das italienische Team ist schon sehr stark, das sieht man ja auch bei den Großen. Und sie fahren zu Olympia. Da ist es nicht schlimm, wenn wir dahinter „nur“ Zweite werden.“ Sie hätten bis auf einen Wackler im zweiten Lauf an der Ausfahrt Kurve 14 ihre besten Läufe gezeigt, so Orlamünder.

Beim abschließenden Team-Wettbewerb presented by AOK PLUS konnte die deutsche Mannschaft mit einem großen Vorsprung einen weiteren Junioren-Weltmeistertitel einfahren. In der Besetzung mit den am Freitag gekürten Junioren-Weltmeistern Max Langenhan und Jessica Tiebel sowie den am Vormittag frisch gebackenen Vize-Weltmeistern Orlamünder/Gubitz holten die Gastgeber damit das dritte Gold bei den Altenberger Titelkämpfen. Silber ging an Russland (Danil Lebvedev, Tanya Tsvetova, Kashkin/Korshunov), Bronze holte das Team aus Italien (Leon Felderer, Verene Hofer, Nagler/Malleier). Anders als bei der Team-Staffel im Rennrodel-Weltcup fahren pro Nation eine Juniorin, ein Junior und ein Doppelsitzer nacheinander von den unterschiedlichen Starthöhen. Ihre Laufzeiten werden anschließend addiert.

Junioren-Bundestrainer Steffen Wöller zeigte sich nach den Junioren-Weltmeisterschaften sehr zufrieden. Seine Athleten holten in Altenberg sieben von zehn möglichen WM-Medaillen – die beste Mannschaftsleistung der insgesamt 22 teilnehmenden Nationen. „Das war aus deutscher Sicht eine sehr gute Junioren-Weltmeisterschaft. Auch wenn es immer alle erwarten: es ist nicht selbstverständlich, dass wir so erfolgreich sind. Aber die Sportler haben das hier sehr stark gemacht. Vor allem die Männer mit den Plätzen eins bis vier muss man hier hervorheben, eine so geschlossene Leistung war nicht zu erwarten“, sagte Wöller.

Von zwei seiner Athleten muss sich der Bundestrainer nächste Saison verabschieden. Die dreimalige Junioren-Weltmeisterin Jessica Tiebel, die damit mit der derzeit weltbesten Rodlerin Natalie Geisenberger gleichgezogen hat und darüber hinaus noch eine JWM-Bronzemedaille vorweisen kann, sowie Paul-Lukas Heider, der am Samstag im Einzel JWM-Bronze feiern konnte, wechseln „zu den Großen“ und müssen sich nun der Qualifikation für den Weltcup stellen.

Gerade der 19-Jährigen vom RRC Altenberg traut Wöller einiges zu: „Jessica konnte diese Saison ja schon im Weltcup schnuppern, ist gleich aufs Podest gefahren und hat gezeigt, was sie kann. Sie geht ihren Weg und wird auch erfolgreich sein. Und auch Paul-Lukas Heider muss sich da jetzt ranbeißen und durchsetzen, aber auch er wird seinen Weg machen, denn er ist von der Fahrlage und vom Fahrgefühl her einer unserer Besten im Nachwuchs.“

(us / Fotos: Sandro Halank & Steffen Prößdorf)


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