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„Einfach rodeln“ – Top-Rennrodler aus Thüringen und Bayern freuen sich auf Weltcup-Rennen in Altenberg

Auch die Rennrodler*innen aus Thüringen und Bayern gehen zuversichtlich in den VIESSMANN Rennrodel Weltcup von Altenberg. Zuletzt ist das deutsche Team im Dezember 2017 hier gefahren. Umso gespannter waren die Athleten, wie sie hier nach so langer Zeit zurecht kommen.

Mit ihren Trainingsläufen unter der Woche war die Olympiasiegerin und frisch gekürte Weltmeisterin Natalie Geisenberger „prinzipiell recht zufrieden“ und hofft nun darauf, dass das Wetter auch zum Weltcup mitspielt – denn die Aussichten fürs Wochenende sind nicht gerade optimal. „Ich vertraue auf Eismeister Ralf Mende und seine Männer, eine der besten Bahncrews überhaupt“, sagte Geisenberger kurz vor dem Abschlusstraining.

Nach einer mit Platz zwölf für sie enttäuschenden WM in Winterberg geht Dajana Eitberger besonders motiviert in die drei letzten Rennen der Saison und hat sich Rang drei in der Weltcup-Gesamtwertung zum Ziel gesetzt. „Das tun, was ich am besten kann: einfach rodeln“ wolle sie beim Damen-Rennen am Sonntag.

Felix Loch, der als frisch gebackener Weltmeister von Winterberg nach Altenberg gekommen ist, hat vor dem drittletzten Weltcup der Saison eine Menge Selbstvertrauen getankt, bremst aber zugleich die Erwartungen, die man an ihn stellen könnte. „Das Männerfeld ist inzwischen sehr breit, da muss man immer auf der letzten Rille fahren, wenn man gewinnen will. Das ist eine Gratwanderung“, sagte Felix Loch. Auf der Bahn in Altenberg kommt er traditionell gut zurecht und ging auch beim Weltcup in der vergangenen Saison als Sieger hervor. „Im Training hat’s schon ganz gut funktioniert, hat gepasst“, zeigte sich Loch zuversichtlich.

Als Weltcup-Gesamtführender geht Johannes Ludwig am morgigen Samstag ins Herren-Rennen. „Ich gebe jetzt alles dafür, diese Position bis zum Saisonende zu halten – auch wenn das Feld sehr eng ist, da kann alles passieren“, sagte der Thüringer. Im ersten Trainingslauf hätte er sich erst einmal wieder an den Rhythmus der Bahn von Altenberg gewöhnen müssen, aber dann ging es wirklich gut und ich bin guter Dinge.“

Die Olympiasieger und Doppelsitzer-Vizeweltmeister von Winterberg, Tobias Wendl und Tobias Arlt, wollen sich beim Weltcup in Altenberg auf sich und ihr Material konzentrieren. „Was am Ende rauskommt, kommt am Ende raus. Wir schauen da nicht auf den aktuellen Weltcup-Stand und rechnen Punkte aus“, sagte Tobias Arlt, der mit seinem Partner mit 149 Punkten Rückstand derzeit auf Rang zwei der Gesamtwertung hinter den neuen Weltmeister Toni Eggert und Sascha Benecken liegt. „Die Tendenz passt und es gibt noch viel, was wir am Schlitten ausprobieren wollen und müssen. Die Entwicklung geht immer weiter, die anderen Teams schlafen nicht“, sagte Tobias Wendl mit Blick nicht nur auf die teaminterne, sondern auch auf die internationale Konkurrenz insbesondere aus Österreich und Lettland. Für das Doppelsitzer-Rennen am morgigen Samstag sind die bayerischen Athleten vorsichtig optimistisch: „Die Kurve 9 wird ein Scharfrichter sein. Wir wollen neues Material zum Einsatz bringen. Und mal schauen, wie das Wetter wird“, sagte Arlt.

Torsten Görlitzer, Bundesstützpunkt-Trainer Altenberg/Oberwiesenthal, bestätigte noch einmal die Aussage von Bundestrainer Norbert Loch, dass das deutsche Team in Altenberg die sehr guten WM-Leistungen untermauern will. „Die Bahn von Altenberg ist speziell und stellt immer eine besondere Herausforderung dar – für die Herren gleich im Omega, für die Damen insbesondere in Kurve 10/11 und die Doppelsitzer haben so ihre Problem mit Kurve 9.“ Görlitzer betonte, die Mannschaft habe die Weltcup-Gesamtwertung fest im Blick und zeigte sich zuversichtlich, dass die deutsche Athleten „die Herausforderungen der Bahn annehmen können“. (us)


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