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Bob- und Skeleton-WM 2020: Altenberg kandidiert für Deutschland

Am kommenden Sonntag, also am 12. Juni 2016, ist es so weit: Zum IBSF Kongress 2016 in London kandidiert Deutschland mit der Rennschlitten- und Bobbahn Altenberg nun zum dritten Mal für die Ausrichtung einer Bob- und Skeleton-Weltmeisterschaft. „ALTENBERG 2020 klingt gut“, sagt Bahnchef Matthias Benesch. Er wird mit Wolfgang Landt, Präsidiumsmitglied des Bob- und Schlittenverbandes für Deutschland (BSD) e.V. und OK-Chef zahlreicher Weltmeisterschaften in Altenberg, sowie mit dem Dresdner Bob-Trainer Gerd Grimme, ehemaliger Cheftrainer in Deutschland, Kanada und fast auch in Russland, nach Großbritannien reisen. Die Altenberger Delegation baut auf ihr Fachwissen und die guten Kontakte zu anderen Nationen.

Zuletzt konnte Altenberg im Jahr 2008 eine Bob- und Skeleton-WM ausrichten. Darauf folgende Bewerbungen scheiterten nur knapp – zuerst 2013 in Polen, als die Abstimmung um die Austragung der WM 2017 mit nur zwei Stimmen zugunsten der russischen Olympiastadt Sotschi ausging. Beim IBSF-Kongress im vergangenen Jahr in Belgien unterlag die Altenberger Bewerbung um die WM-Ausrichtung 2019 mit nur einer Stimme gegen die kanadische Olympiabahn in Whistler.

„Wir fahren am Freitag optimistisch gestimmt nach London. Diesmal soll es nun endlich klappen, dass die Nationalverbände der IBSF und das Präsidium ihre Stimmen mehrheitlich an Altenberg geben“, sagt Benesch, „wir nehmen die Kandidatur wieder sehr ernst und sind wie immer bestens vorbereitet.“ Mit ihrem anspruchsvollen und attraktiven Eiskanal, modernen Trainingsstätten, die bis zur WM zur Verfügung stehen werden, ihrer Gastfreundschaft und der familiären Stimmung rechnen sich die Altenberger gute Chancen aus.

Für ihre Bewerbung konnten die Altenberger einen prominenten WM-Botschafter gewinnen: Bobpilot Francesco Friedrich vom BSC Sachsen Oberbärenburg, der 2013 in St. Moritz, 2015 in Winterberg und 2016 in Innsbruck-Igls zum Weltmeistertitel im Zweierbob fuhr. Er wird sich beim IBSF-Kongress in London per Videobotschaft an die Delegierten wenden und so die Kandidatur seiner Heimbahn im Altenberger Kohlgrund unterstützen. Hier, wo er zu den Titelkämpfen 2008 das WM-Feuer entzündet hat, will er 2020 einen weiteren Höhepunkt in seiner Karriere setzen. Eine Weltmeisterschaft in Altenberg ist nicht nur wichtig für ihn, sondern für die gesamte Region im Osterzgebirge, gibt eine Weltmeisterschaft doch – wie schon 2008 – wichtige Impulse für die Wirtschaft und den Tourismus.

Dennoch ist die Konkurrenz, auch wenn es nur einen weiteren Kandidaten gibt, ungleich schwer. St. Moritz, im letzten Jahr noch im ersten Wahlgang gegen Altenberg und Whistler gescheitert, will es nun auch zum zweiten Mal wissen und kandidiert in London ebenfalls für die WM 2020. In St. Moritz, wo der Bob- und Skeleton-Sport seine Wurzeln hat, wird Jahr für Jahr die einzige Naturbahn der Welt errichtet. Darüber hinaus könnte St. Moritz mit dem mondänen Charme einer Top-Wintersportregion punkten. Dennoch: „Kneifen gilt nicht“, sagt Benesch, „wer die Lippen spitzt, muss auch pfeifen.  St. Moritz ist ein ernstzunehmender Gegner, aber nur eine Stimme mehr würde uns reichen, um die weltbesten Bob- und Skeletonsportler wieder einmal im sächsischen Altenberg begrüßen zu können. Wir freuen uns über jeden gedrückten Daumen.“


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